TCM – Traditionelle Chinesische Medizin

Posted on: Oktober 28th, 2012 by admin No Comments

In den letzten Jahren ist die TCM, die Traditionelle Chinesische Medizin, auch in Deutschland populär geworden. Viele Heilpraktiker bieten inzwischen Verfahren, die aus der TCM stammen an, und waren noch vor wenigen Jahren Akupunktur oder Qi-Gong weitestgehend exotische Methoden, so hat sich die Situation inzwischen grundlegend verändert. Das Asien Portal wirft aus diesem Grund einen Blick auf dieses traditionellen Heilverfahren aus dem alten China.

Ihren Ursprung hat die TCM im antiken China der Zeitenwende. Vor mehr als 2000 Jahren wurden die Grundlage dessen geschaffen, was heute als TCM bezeichnet wird: Arzneitherapie mit chinesischen Heilkräutern, Akupunktur und Moxtibustion, eine auf der Lehre der fünf Elemente beruhende Diätik, Verfahren der Bewegungstechnik wie Tai Chi und Qi Gong…
Ursprünglich nur in Asien beheimatet, trat die TCM im späten 20. Jahrhundert einen Siegeszug um die Welt an und gehört heute zu den traditionellen Medizintechniken, die weltweit am weitesten Verbreitung haben. Obwohl viele Vertreter der Schulmedizin die chinesische Medizin als kausal nicht nachvollziehbar und als unwissenschaftlich bezeichnen, ist ihr Siegeszug im Westen dennoch nicht aufzuhalten. Dass chinesische Ärzte dennoch überraschend häufig Erfolge im Kampf gegen Krankheiten erzielen konnten, wird von diesen Ärzten auf Placeboeffekte zurückgeführt.
Im Folgenden ein kurzer Überblick über die häufigsten Verfahren, die in der TCM genutzt werden:

Akupunktur:

Die chinesische Lehre der Akupunktur basiert auf der Annahme, dass der Mensch nicht nur als rein “materielles” Lebewesen existiert, sondern, auch von einer feinstofflichen Energie, dem -Chi- gleichsam durchflossen wird. Dieses Chi fließt im menschlichen Körper in mehreren Meridianen an denen sich die Akupunkturpunkte befinden. Ist ein Mensch erkrankt, so äußert sich diese Krankheit nicht nur in der Fehlfunktion eines Organs, sondern auch in Energieblockaden an den Energiebahnen. Durch das Stechen der Akupunkturpunkte mit Nadeln, kann (so die chinesische Medizin) der gestörte Energiefluss wieder aktiviert werden und der zuvor erkrankte Mensch wird wieder gesund.

Moxibustion:

Ähnlich wie die Akupunktur arbeitet auch die Moxibustion mit den selben Energiebahnen und Knotenpunkten. Der Unterschied zur Akupunktur ist lediglich ein technischer: Anstelle Nadeln in das Gewebe zu stechen wird es durch “Kräuterzigarren”, die in unmittelbarer Nähe zur Haut abgebrannt werden, erhitzt.

Diatik:

Wie nahezu jede medizinische Schule ist auch die TCM davon Überzeugt, dass die richtige Ernährung einen wesentlichen Bestandteil der Genesung bzw. der Vorsorge darstellt. Während aber in der westlichen Medizin die Auswahl der gesunden Speisen nach einem mehr oder weniger kausal-chemischen Zusammenhang hergestellt wird, ist die TCM der Ansicht, dass Krankheit auf blockiertem Chi basiert, das wiederum durch ein ungünstiges Verhältnis von Yin und Yan entsteht. Grob gesagt kann man sich die beiden Gegenpole Yin und Yan als männliche und weibliche Energieformen vorstellen. Der energetische Mangel an einer der beiden Energieformen wird in der TCM durch die Gabe der gegenpoligen Energieform behoben.

Kräuterkunde:

Ähnlich wie in der Diätik werden auch in der Kräuterkunde die Yin- und Yan Energien der Patienten wieder in Ausgleich gebracht. Allerdings nicht durch Nahrungsmittel, sondern durch ausgewählte Heilkräuter.

Bewegungslehre:

Ein wesentlicher Aspekt der TCM sind mehrere Bewegungslehren, von denen Qi Gong und Tai Chi wohl die beiden bekanntesten sein dürften. Auch hier wird der Energiefluss des blockierte Menschen wieder in Ausgleich gebracht. Bei beiden Techniken ist allerings die Bewegung des Kšrpers das Mittel der Wahl.
Von ihren Kritikern wird die TCM nach wie vor in den Bereich der Esoterik gerückt. Trotzdem kann niemand bestreiten, dass es sich bei dieser Schule um das älteste und umfassenste medizinische System der Erde handelt. Und ob die Erfolge der TCM tatsächlich nur auf Placeboeffekte zurückzuführen sind, ist nach wie vor wissenschaftlich nicht geklärt.

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