Thailand: Chiang Mai

 

Das Lanna Königreich

Der Norden Thailands, das Gebiet des alten Lanna Königreiches, grenzt an Laos und Myanmar, und ist als Wiege der frühesten thailändischen Zivilisation bekannt. Gegründet von König Mengrai im 13. Jahrhundert erstreckte sich das Königreich weit über die Grenzen Nordthailands hinaus und schloss auch Gebiete des heutigen Laos, Myanmar und sogar China mit ein. Faszinierende geologische Schätze wurden und werden hier immer noch gefunden. Die ehemaligen Hauptstädte des Lanna-Reichs Chiang Mai und Chiang Rai sind reich an historischen Sehenswürdigkeiten, Museen und Märkten, auf denen Textilien und Erzeugnisse des Kunsthandwerks feilgeboten werden. Aber auch kleinere Städte wie Chiang Saen, Lampang oder Fang bezeugen den Ruhm der Lanna-Periode, die bis ins 18. Jahrhundert dauerte. Vor allem die imposante Architektur mit ihren typischen Holzhäusern mit filigran verzierten Spitzdächern und den vielen eindrucksvollen Tempelanlagen versetzen Besucher auch heute noch ins Staunen. Lanna bedeutet übersetzt soviel wie Millionen Reisfelder. Diese endlosen Reisfelder, die in sattem Grün erstrahlen, prägen die Landschaft von Thailands Norden. Aber auch riesige Urwälder und Dschungel mit Flüssen und rauschenden Wasserfällen kennzeichnen die Region, die zu den eindrucksvollsten des Landes gehört. Spektakuläre Naturparks, allen voran der Doi Inthanon Nationalpark mit Thailands höchstem Berg, dem 2.595 Meter hohen Doi Inthanon, tragen ebenfalls zur landschaftlichen Schönheit der Region bei.

CHIANG MAI

Chiang Mai

© Thailändisches Fremdenverkehrsamt

Halbnomadische Bergstämme, zumeist Flüchtlinge aus Tibet, Myanmar und China, bevölkern seit einigen Jahrzehnten die bergigen Regionen Nordthailands. Sie besitzen eine hochentwickelte und faszinierende Kultur. Immer mehr Touristen, die die Region besuchen, erkundigen sich nach ‘Hilltribe Trekking’ – Ausflügen, die zu den Bergstämmen führen. Das nördliche Hochland bevölkern die Stämme der Karen, Yao, Lahu, Hmong, Akha und Lisu. Insgesamt schätzt man ihre Zahl auf etwa eine halbe Million Menschen. Neben dem Trekking zu Fuß werden Touren mit dem Jeep, auf Elefanten und Pferden, auf Flößen und Long-Tail Booten angeboten.

Nimmanhaemin: Trendiges Shoppingviertel in Chiang Mai

Was in Berlin Kreuzberg und in Frankfurt Bornheim heißt, ist in Chiang Mai das Viertel rund um die Nimmanhaemin Road. Die bisher recht unbekannte Ecke der Provinzhauptstadt mausert sich gerade zum hippsten Quartier der Stadt. Wer geschmackvollen Nippes und individuelle Möbel- und Dekoartikel liebt, ist hier goldrichtig. Immer mehr kleine, individuelle Läden, Jung-Designer und Ateliers eröffnen in der Gegend. Am besten erreicht man die Straße per Taxi oder Tuk Tuk. Wer nach einem ausgiebigen Shoppingerlebnis hungrig wird, sollte sich in eine der Arkaden begeben wie Moda Place oder Tell Teaks, wo man eine gute Auswahl an köstlicher Thai-Küche vorfindet. Auch abends ist ein Besuch lohnenswert: Szenige Kneipen, eine vielfältige Clubszene und jede Menge Bars mit Live-Musik ziehen Nachtschwärmer an. Wer immer mitten im Geschehen sein möchte, für den gibt es viele kleine Boutique Gästehäuser rund um das Viertel.

Nimmanhaemin Road 

Chiang Mai

© Thailändisches Fremdenverkehrsamt