Die Trauer in asiatischen Ländern – Wie wird dort getrauert?- Trauer in Japan

Posted on: April 21st, 2017 by admin No Comments

Was passiert wenn ein Menschenleben in Japan endet? Wie wird darauf reagiert und wie wird sich angemessen von dem geliebten Menschen und Freund verabschiedet? Welche religiösen Riten werden beim Tod angewandt? Wie verhalten sich die Angehörigen? Hier finden sich passende Trauerkarten online.

Die Einäscherung als vorwiegende Bestattungsmethode in Japan

Die überwiegende Mehrheit der Japaner, wird nach ihrem Tod in einem buddhistischen Ritus eingeäschert und in einer Urne beigesetzt. Die Einäscherung erfolgt dabei innerhalb von 1-2 Tagen nach dem Versterben.

Trauerkarte

Diese schnelle Abfolge ist aber auch aufgrund des Klimas eine Notwendigkeit, da hier eine feucht heiße Umgebung herrscht. Zudem ist in der japanischen Kultur eingebunden, den Toten möglichst schnell aus dem Umgebung zu schaffen. So wird die Einäscherung auch als eine Reinigung des Ortes, an welchem der Verstorbene gelebt hat, verstanden.

Die Reinigung des Hauses vom Tod

Außerdem sollen die Totenrituale nicht im Zusammenhang mit den üblichen Alltagsgeschehnissen stehen. Schließlich ist der Tod in Japan sehr stark mit einer Verunreinigung verbunden. Der Verstorbene  soll möglichst schnell aus dem Kreise der Lebenden entfernt und in den höheren Status eines Buddhas versetzt werden. In einer solchen Form gilt er dann nicht mehr als unrein und bedrohlich. Um die Umgebung des Verstorbenen entsprechend zu reinigen, werden die Rituale meist im Haushalt des Verstorbenen, im Kreise der gesamten Familie und eventuell der Nachbarschaft abgehalten.

Der Prozess der Einäscherung

Die Leitung der Zeremonie der Einäscherung obliegt in der Regel dem ältesten Sohn der Familie. Er führt die wichtigen Gebete und Riten durch. Die wichtigsten Gebete finden unmittelbar vor der Einäscherung statt. Der Höhepunkt der Einäscherung ist dabei die Verbrennung des Leichnams. Einige weitere wichtige Sprüche werden jedoch auch von einem buddhistischen Mönch gesprochen, welcher für diesen Anlass das Haus der Verstorbenen  aufsucht. Da immer mehr Menschen nicht mehr innerhalb ihrer eignen vier Wände versterben, werden die Rituale allerdings verkompliziert.  Nicht zuletzt deswegen, werden auch immer mehr Bestattungsunternehmen in Anspruch genommen.

Das Totengewand

Für die Aufbahrung des Leichnams, wird der Tote gewaschen und in ein weißes Totengewand gelegt. Es soll dabei das Gewand, dass eines Wanderers zwischen den Welten symbolisieren. Der Unterschied zu einem Pilgergewand liegt dabei allerding bei einer dreieckigen Stirnbinde, die für die Darstellung von Totengeistern üblich ist. Ebenfalls erhält der Tote oft sechs Münzen, welche ihm die Überfahrt ins Jenseits ermöglichen sollen und den Verstorbenen sicher über den Fluss der Unterwelt führen sollen.

 

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